Was 1950 in 97 Tagen entstand, macht heute Platz für Neues
76 Jahre Halle 9: Jetzt macht sie Platz für das neue dock9 auf dem Messegelände.
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1950 entstanden in nur 97 Tagen fünf neue Messehallen. Heute wird die Halle 9 auf dem Messegelände unter dem Funkturm zurückgebaut, um Platz für das neue Kongresszentrum dock9 zu schaffen. Zwischen dem schnellen Aufbau nach dem Krieg und dem Neubau für die Zukunft liegen Jahrzehnte voller Messegeschichte.

Halle 9 zur InnoTrans 2026

dock9-Visualisierung des Architektenbüros, ©gmp Architekten
Vom Aufbruch 1950 bis heute
Als die damalige Halle VIII und Halle IX am 1. Oktober 1950 eröffneten, war die Situation in West-Berlin eine völlig andere. Die Stadt hatte die Folgen von Blockade und Luftbrücke zu bewältigen, Unternehmen und Arbeitsplätze waren verloren gegangen. Gleichzeitig sollte das Messegelände zum Ort für einen wirtschaftlichen Neuanfang werden. In nur drei Monaten entstanden fünf neue Messehallen – ein enormer Kraftakt, der die Voraussetzungen für die erste Deutsche Industrieausstellung schuf. Die Ausstellung wurde zum Publikumserfolg: Rund 1,1 Millionen Menschen besuchten sie.

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Die damalige Halle IX – später Teil der Halle 9 – war damit von Anfang an mehr als eine reine Ausstellungshalle. Sie war Teil eines Messegeländes, das sich immer wieder an neue Anforderungen anpasste.
Eine Halle im Wandel der Zeit
In ihrer langen Geschichte hat die Halle 9 einiges gesehen. Sie war unter anderem Blumenhalle bei der Grünen Woche, Ausstellungsfläche bei der ITB Berlin und Schauplatz unterschiedlichster Veranstaltungen. In den vergangenen Jahren schwitzten hier ganze Jahrgänge angehender Juristen aus Berlin bei den schriftlichen Prüfungen zum Staatsexamen.

Blumenhalle bei der Grünen Woche 2026

Menschenandrang in Halle 9 bei der ITB Berlin 2025
Auch ihr Name blieb nicht immer derselbe. Aus den Hallen VIII und IX wurden im Laufe der Jahrzehnte Buchstaben, Bezeichnungen wie „Sachsen“ und „Thüringen“ und schließlich wieder die heute bekannte Halle 9.
So unterschiedlich die Veranstaltungen waren, eines blieb: Die Halle musste funktionieren – als robuste, flexible Fläche für immer neue Formate.
Warum Halle 9 jetzt Platz für dock9 macht
Die Halle wird entkernt und zurückgebaut, um Platz für dock9 zu schaffen.
Der Neubau reagiert auf eine veränderte Veranstaltungswelt und den wachsenden Bedarf an Kongress- und Veranstaltungsflächen in Berlin. Auf dem Berliner Messegelände entsteht eine neue multifunktionale Halle für bis zu 5.000 Menschen, die Kongress und Messe miteinander verbindet. Als eigenständige Kongress- und Eventlocation bietet dock9 Veranstaltern viel Flexibilität, teilbare Flächen und eine moderne, nachhaltige Infrastruktur. Damit entsteht auf dem Messegelände unter dem Funkturm ein Ort, der unterschiedliche Veranstaltungsformate miteinander verbinden soll – und zugleich neue Möglichkeiten für den Berliner Kongressstandort schafft.
Das nächste Kapitel beginnt
Ein Messegelände ist ständig in Bewegung: Hallen weichen neuen Gebäuden, Veranstaltungen verändern sich – und mit ihnen die Anforderungen an einen modernen Messe- und Kongressstandort. Schon Anfang 2027 ist die Halle 9 Geschichte und die ersten Arbeiten für dock9 starten.
Was bleibt, ist die Idee dahinter: Räume zu schaffen, in denen Menschen zusammenkommen, Geschäfte entstehen, Wissen geteilt wird und neue Ideen ihren Anfang nehmen. Die nächste Generation des Messegeländes unter dem Funkturm steht schon bereit.
FAQ
Was entsteht?
Eine neue multifunktionale Halle auf dem Berliner Messegelände, die Kongress, Event und Messe miteinander verbindet. dock9 entsteht auf dem Berliner Messegelände am Standort der heutigen Halle 9. Damit wird ein historischer Teil des Messegeländes durch ein neues Veranstaltungsvenue ersetzt.
Für wie viele Menschen ist das Kongresszentrum ausgelegt?
dock9 bietet Platz für Veranstaltungen mit bis zu 5.000 Personen.
Wie sieht der Zeitplan für den Bau von dock9 aus?
Im letzten Quartal 2026 erfolgt der Rückbau der bisherigen Halle 9 die erste sichtbare Phase des Projekts. 2027 und 2028 entsteht der Neubau der Halle. Der Kopfbau für das Kongresszentrum wird 2029 gebaut.
Wer baut dock9?
Die schlüsselfertige Errichtung übernimmt die Züblin AG. Die Architektur stammt von gmp Architekten.