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Presse-Information

20. November 2016

Mit Geschenken und Geschichten im Gepäck – Bazaar Berlin schließt mit Besucherplus

• 500 Aussteller aus 60 Ländern boten Kunsthandwerk von allen Kontinenten

• Interesse an fair gehandelten Produkten weiter gewachsen

• Der nächste Bazaar Berlin findet vom 8. bis 12. November 2017 statt

Berlin, 20. November 2016 – Mit einem Besucherzuwachs gegenüber dem Vorjahr ist am Sonntag der Bazaar Berlin 2016 zu Ende gegangen. Rund 38.000 Besucherinnen und Besucher kamen zur 55. Auflage der exotischen Shoppingmeile unter dem Berliner Funkturm und ließen sich von 500 Händlern und Produzenten aus 60 Ländern zu einer faszinierenden Shopping- und Informationstour rund um die Welt einladen. Dabei entsprachen die Angebote an hochwertigem Kunsthandwerk, an Mode, Schmuck, Accessoires und anderen Produkten exakt ihren Wünschen, denn mehr als 95 Prozent der befragten Besucher zeigten sich zufrieden mit ihrem Bazaar-Bummel. Mehr als neun von zehn äußerten die Absicht, auch den nächsten Bazaar Berlin im November 2017 besuchen zu wollen.

Ebenso positives Feedback gab es von den Ausstellern. Barbara Mabrook, Projektleiterin des Bazaar Berlin, hebt einen Aspekt besonders hervor: „Viele Aussteller sind begeistert von dem Publikum, das sie hier in Berlin antreffen. Die Besucherinnen und Besucher seien sehr aufgeschlossen, interessiert und informiert, zugleich aber auch preis- und qualitätsbewusste Konsumenten. Häufig habe ich von Ausstellern gehört, der Bazaar Berlin ist in dieser Stadt goldrichtig.“

Schon in den vergangenen Jahren hatte sich ein wachsendes Interesse für den Fair Trade Market der Veranstaltung abgezeichnet. In diesem Jahr konnten die fair gehandelten Produkte zum ersten Mal die Spitzenposition im Ranking der Ausstellungsbereiche erringen – noch vor Schmuck/Modeschmuck und Bekleidung/Mode.

Rund 91 Prozent der Befragten gaben an, mit Kaufabsichten auf den Bazaar Berlin gekommen zu sein, mehr als 52 Prozent waren auf der Suche nach Weihnachtsgeschenken. Die durchschnittlichen Ausgaben der Privatbesucher entsprechen mit 130 Euro etwa denen von 2015. Das bedeutet für die Produzenten und Händler mehr als 4,9 Millionen Euro Umsatz.

Aussteller schätzen besondere Atmosphäre des Bazaar Berlin

“Wir waren zum ersten Mal auf dem Bazaar Berlin und planen auf jeden Fall im kommenden Jahr wieder teilzunehmen“, sagt Doa Wadi, Executive Director des Women Business Forums Palestine. „Unterstützt von UNDP und ITC konnten wir hier den deutschen Markt studieren und haben sehr viele interessante Eindrücke gesammelt. Wir haben gut verkauft, insbesondere Textilien mit traditioneller Stickerei und Seifen auf der Basis von Heilschlamm aus dem Toten Meer waren sehr begehrt. Ich bin sicher, wir konnten auch etwas von der palästinensischen Kultur vermitteln. Besonders gefreut haben wir uns über Schüler, die sich im Rahmen von Projektarbeiten nach unserer Arbeit und unserem Leben erkundigt haben.“

Amar Lal Shrestha aus Nepal nimmt seit 38 Jahren jedes Jahr am Bazaar Berlin teil: „Hier in Berlin kann ich alte Kunden und Freunde treffen, aber auch neue Käufer gewinnen. Ich spreche mit Ihnen über ihre Wünsche, studiere ihre Interessen. Dann passen wir unsere Produktionspalette in Nepal entsprechend an. Aber für mich ist die Teilnahme am Bazaar Berlin mehr als ein geschäftlicher Termin. Von Anfang hatte ich das Gefühl, dass es zwischen dem deutschen und dem nepalesischen Volk eine besondere Beziehung gibt. Ich empfinde es als Freude und Ehre, hier in Berlin auf dem Bazaar zu sein.“

“Für uns ist insbesondere am Wochenende sehr gut gelaufen. Die Besucher nehmen sich Zeit und interessieren sich sehr für hochwertige Handarbeit“, resümiert Lanna Idriss, Gyalpa Shop und e.V. „70 Prozent der von uns angebotenen Produkte stammen aus Syrien, 30 Prozent aus dem Libanon. Das zeigt, dass es auch in Krisenzeiten möglich ist, die heimischen Wirtschaften in diesen Ländern zu unterstützen. 99 Prozent der Produkte stammen von Frauen. Mit den Verkäufen stärken wir die Rolle der Frau in Familie und Gesellschaft, da sie damit über eine eigene Einkommensquelle verfügt. Im Übrigen haben im Verlaufe der Messe auch die Verkäufe in unserem Webshop deutlich zugenommen.“

Dr. Reinhold Hemker, Präsident der Deutsch-Simbawische Gesellschaft: „An unserem Stand in der Afrika-Halle haben wir Steinskulpturen und andere Kunstexponate aus Simbabwe und weiteren Ländern des südlichen Afrika verkauft. Die Erlöse gehen an Hilfsprojekte in Simbabwe und Namibia. Übergreifendes Ziel ist dabei die Fluchtursachenbekämpfung. Die Menschen in den Entwicklungsländern müssen gestärkt werden durch Bildungsvermittlung, Qualifizierung und Erfahrungssammlung. Darüber hinaus veranstalten wir hier auf dem Bazaar Berlin seit Jahren Workshops für Schülerinnen und Schülern zum Thema Toleranz sowie Existenzgründertrainings für Migranten.“

„Der Bazaar Berlin ist eine hervorragende Möglichkeit, unsere Waren zu präsentieren“, so Enbold Neuhaus, Inhaberin Kaschmir & mehr. „Unsere mongolische Jurte war Anziehungspunkt für viele Besucher. Sie schätzen es sehr, unsere hochwertigen Stoffe in einer authentischen Umgebung kaufen zu können. Die Jurte war sogar Drehort für eine Livesendung des rbb auf dem Bazaar Berlin. Wir sind rundum zufrieden, weil es unsere Kunden auch sind. Im nächsten Jahr sind wir in jedem Fall wieder als Aussteller mit dabei.“

Christiane Ulm, Inhaberin Poesiedesign: „Der Bazaar Berlin ist für mich die schönste Endverbrauchermesse ihrer Art. Nirgendwo anders gibt es so viel hochwertiges Kunsthandwerk und niveauvolle Waren unterschiedlicher Kulturen auf einem Fleck. Ich bin seit 2007 Ausstellerin auf dem Bazaar Berlin und komme natürlich im nächsten Jahr wieder. Ich bin immer wieder überrascht, wie viele Stammkunden jedes Jahr extra wegen meines Schmucks in die Messehallen unterm Funkturm kommen. Manchmal beraten sich meine Kundinnen auch gegenseitig - es ist eine wunderbar familiäre Stimmung.“

Fatoumata Bouré, Inhaberin Mali Chic: „Seit fünf Jahren verkaufen wir auf dem Bazaar Berlin verschiedene malische Produkte, die in Kooperation mit über 195 Künstlern unserer Heimat gefertigt wurden. Im Vergleich zu anderen Messen bietet uns Berlin eine sehr große Besucherzahl, die sich viel Zeit nimmt, unsere Produkte zu bestaunen und erklären zu lassen. Die Nachfrage nach landestypisch gefärbten Tagesdecken und nach weihnachtlichen Dekofiguren aus recycelten Materialien ist groß. Wir freuen uns 2017 wieder mit dabei zu sein.“

„Im vergangenen Jahr waren wir mit unserem Senf zum ersten Mal als Aussteller auf dem Bazaar Berlin“, sagt Constanze Dahm, Gesellschafter-Geschäftsführerin WATT’N SENF by Honigdieb. In diesem Jahr haben wir den Stand um einen Imbiss erweitert und sind noch erfolgreicher als 2015. Unsere Kunden kennen wir zum Teil aus dem letzten Jahr. Verkaufsrenner ist unser Drachensenf, der seinen Namen einer besonderen Schärfe verdankt, und die Honig-Senf-Kartoffeln, die unsere Kunden mit dem dazu passenden Senf zu Hause gern nachkochen. Wir kommen auf jeden Fall wieder.“

Berlin auf dem Weg zur „Fairtrade Town“

Das Thema fairer Handel spielte sowohl auf dem Fair Trade Market als auch im Rahmenprogramm des Bazaar Berlin 2016 eine große Rolle. „Fair handeln – für eine gerechte Welt“ war das Motto der vielseitigen und spannenden Angebote des Schülerprogramms. Dabei konnten die Schülerinnen und Schüler ihr Wissen über soziale Verantwortung, nachhaltige Produktion, faire Partnerschaften und faires Miteinander vertiefen. 38 Schulen und rund 1.170 Schüler aus Berlin und Brandenburg nahmen in diesem Jahr daran teil.

Die Koalitionsvereinbarung des neuen Berliner Senats sieht vor, für die gesamte Stadt den Titel „Fairtrade Town“ zu erlangen. Mit der Gründung einer entsprechenden Steuerungsgruppe während des Bazaar Berlin wurde ein wichtiger Schritt auf diesem Weg gegangen. Bereits auf der Gründungsveranstaltung wurde deutlich, welche großen Potenziale die Hauptstadt für die Ausweitung des Fairen Handels bietet. Nicht nur der Einzelhandel und die Gastronomie in der Stadt, sondern auch Vereine, Kirchengemeinden, Bildungseinrichtungen und Universitäten sind bereits für den Fairen Handel engagiert und haben ein noch stärkeres Engagement zugesagt. Mehr unter www.fairtradetown.berlin.

Über Bazaar Berlin

Als „Partner des Fortschritts“ im Jahre 1962 gestartet, findet die internationale Verkaufsausstellung für hochwertiges Kunsthandwerk, Mode, Schmuck und Accessoires aus aller Welt inzwischen unter dem Namen „Bazaar Berlin“ statt. Zehntausente Besucher kommen alljährlich im November in die Messehallen am Berliner Funkturm, um außergewöhnliche Geschenke aus aller Welt für sich und zum Verschenken zu erwerben. Veranstalter des Bazaar Berlin ist die Messe Berlin GmbH. Mehr unter www.bazaar-berlin.de.